Die EU hat nach Angaben aus Diplomatenkreisen die seit längerem ausgesetzten Reiseverbote gegen usbekische Politiker endgültig aufgehoben. Das Waffenembargo gegen das zentralasiatische Land bleibe aber bestehen, verlautete am Montag am Rande des EU-Außenministertreffens in Luxemburg aus Diplomatenkreisen.
Die Sanktionen waren nach dem Massaker in der usbekischen Stadt Andidschan im Mai 2005 verhängt worden. Sie wurden im Oktober 2007 teilweise ausgesetzt, um die Regierung in Taschkent zu einer Verbesserung der Menschenrechtslage in Usbekistan zu bewegen. Seither hat Usbekistan dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) Zugang zu politischen Gefangenen eröffnet. Eine Reihe von Häftlingen wurden freigelassen.
Die endgültige Aufhebung der Reiseverbote wurde von Diplomaten auch damit begründet, dass sieben der acht betroffenen Funktionäre nicht mehr im Amt seien.
