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13. Oktober 2008
Wissenschaftler: Keine Wirtschaftskrise herbeireden


Hohenheim - Angesichts der Zuspitzung der Finanzturbulenzen haben Wissenschaftler der Universität Hohenheim davor gewarnt, eine Wirtschaftskrise herbeizureden. In einem am Mittwoch veröffentlichten Aufruf hieß es, so schlimm die Immobilien- und Finanzkrise auch seien, «eine für uns alle dramatische Wirtschaftskrise entsteht hierdurch erst dann, wenn Banken, Unternehmen, Politik, Medien und Bürger daran glauben oder sogar bewusst oder unbewusst dazu beitragen, eine Wirtschaftskrise herbeizureden».

Die 20 Professoren der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften riefen zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Krise auf, «damit kein Self-fulfilling-Prophecy-Mechanismus in Gang kommt und eine umfassende Wirtschaftskrise entsteht». Die Banken müssten das wirkliche Ausmaß der Finanzkrise aufdecken und potenzielle Risiken vollständig offenlegen. Die Politik forderten die Wissenschaftler unter anderem auf, internationale Finanzregulierungen zu entwickeln.

Die Unternehmen dürften die Krise nicht für «Trittbrettfahrereffekte ausnutzen. «Es ist verantwortungslos, wirtschaftliche Schwierigkeiten, die aus anderen Gründen entstanden sind als Folge der Finanzkrise darzustellen», erklärten die Wissenschaftler. Die Medien riefen sie zu einer ausgewogenen und objektiven Berichterstattung auf. An die Bundesbürger appellierten die Wissenschaftler, nicht in Panik zu verfallen. Sie könnten weiterhin dem Banken- und Finanzsystem vertrauen.








 
 



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