Deutschland hat sich in der Rangliste des internationalen Wettbewerbsfähigkeit um zwei Plätze auf den siebten Rang verschlechtert. An der Spitze der vom Weltwirtschaftsforum (WEF) erstellten Liste der wettbewerbsfähigsten Staaten behaupteten sich die USA und die Schweiz, wie aus dem am Mittwoch in Genf vorgelegten WEF-Bericht hervorgeht. Deutschland tauschte demnach mit Singapur die Plätze, das nun auf Platz fünf liegt.
Der Bericht wurde vor dem Kollaps der Wall-Street-Banken und der 700-Milliarden-Dollar-Rettung durch die US-Regierung fertig gestellt. Die USA verteidigten ihren Spitzenplatz vor der Schweiz und Dänemark. Zu den besten zehn Staaten gehören ferner Schweden, Singapur, Finnland, Deutschland, Niederlande, Japan und Kanada.
Großbritannien fiel vor allem wegen der Schwäche seines Finanzmarkts um drei Plätze auf die zwölfte Stelle zurück. Von den Nachbarländern der Schweiz behaupteten sich Österreich (14) und Frankreich (16) in den ersten 20, während Italien zwei weitere Ränge einbüsste und auf Platz 48 figuriert.
Von den aufstrebenden Volkswirtschaften verbesserte sich China um vier weitere Ränge und nimmt nun Platz 30 ein. Indien, Russland und Brasilien belegen die Ränge 49, 50 und 63. Chile ist von den lateinamerikanischen Ländern am besten platziert und liegt an 28. Stelle. Tunesien nimmt mit Rang 36 unter den afrikanischen Staaten die beste Position ein. Mit Burundi, Simbabwe und Tschad liegen drei afrikanische Staaten am Schluss der Rangliste der 134 untersuchten Länder.
Der Index errechnet sich auf der Bewertung von zwölf Pfeilern der Wettbewerbsfähigkeit, die im Urteil von WEF und den Partnerinstituten weltweit vergleichbar sind. Insgesamt werden 110 Indikatoren erfasst.
