Der griechisch-zyprische Präsidenten Dimitris Christofias und der türkisch-zyprische Volksgruppenführer Mehmet Ali Talat sind am Montag in Nikosia zu einer fünften Verhandlungsrunde über die Zukunft der geteilten Mittelmeerinsel zusammengetroffen. In der vierten Gesprächsrunde am vergangenen Freitag hatten beide Seiten wöchentliche Treffen vereinbart, um den Prozess zur Wiedervereinigung zu beschleunigen.
Christofias und Talat haben ihren Willen bekundet, die jahrzehntelange Teilung Zyperns zu überwinden. Sie haben sich bereits im Grundsatz auf eine föderale Struktur geeinigt, mit der die Teilung von 1974 überwunden werden soll. Sie sind sich aber noch nicht einig, welche Befugnisse die gemeinsame Zentralregierung haben soll.
Die türkischen Zyprer streben eine lockere bundesstaatliche Ordnung an, weil sie andernfalls fürchten, von den griechischen Zyprern dominiert zu werden. Christofias wünscht hingegen eine stärkere Zentralregierung und will die Befugnisse der Regionalregierungen möglichst begrenzt halten. Zu den Streitfragen gehört auch die weitere militärische Präsenz der Türkei auf der Insel.
