Die neue Besatzung der Internationalen Raumstation (ISS) ist am Sonntag an Bord einer russischen «Sojus»-Kapsel ins All gestartet. Neben dem US-Astronauten Michael Fincke und dem russischen Kosmonauten Juri Lontschakow befindet sich auch ein Weltraumtourist auf dem Weg zur ISS: Der Amerikaner Richard Garriott bezahlte für das Abenteuer dem Vernehmen nach 30 Millionen Dollar (22 Millionen Euro).
Die «Sojus»-Kapsel, die pünktlich vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan startete, soll am Dienstag an der ISS andocken. Garriott, der mit Computerspielen ein Vermögen gemacht hat, wird etwa zehn Tage in der Station verbringen und mit der bisherigen Besatzung, den Russen Oleg Kononenko und Sergej Wolkow, zurück zur Erde fliegen. Fincke und Lontschakow bleiben mehrere Monate im All.
Garriott ist der Sohn eines ehemaligen US-Astronauten. Sein Vater, Owen Garriott, war 1973 im All. Mit dem Flug zur ISS erfülle sich sein Lebenstraum, sagte Garriotts Freundin Kelly Miller. Nichts habe er sich sehnlicher gewünscht. Schon als Kind wollte der heute 47-Jährige Astronaut werden, musste diesen Traum aber wegen einer Sehschwäche begraben.
Auch der russische Kosmonaut Wolkow, mit dem Garriott zurück zur Erde fliegen soll, ist in die Fußstapfen seines Vaters getreten. Er ist damit der erste Raumfahrer der zweiten Generation.
