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Frauen und Handys: Per Handy wird geflirtet oder Schluss gemacht
13. Juli 2005 - 15:45 Uhr

Düsseldorf (dhg) - Das Handy wird auch in Sachen "Beziehungsmanagement" bei Frauen immer wichtiger. Dies förderte eine vom Mobilfunkanbieter Vodafone initiierte Studie zum Themen Frauen und Handys zutage, die vor allem mit bisher geltenden Klischees aufräumt. Denn laut Studie sind die Frauen von heute selbstbewusste und pragmatische Verbraucherinnen, die neuen Technologien nicht nur offen gegenüber stehen, sondern diese auch konsequent für die Kommunikation in Beruf und Freizeit nutzen.

Beim Kauf des Mobiltelefons etwa verlässt sich ein Drittel der Frauen auf das eigene Beurteilungsvermögen und fragt niemanden um Rat. Wer sich nicht ganz sicher ist, lässt sich von Lebenspartner oder Handy-Verkäufer beraten. Ledige Frauen nehmen auch die Freundin mit in den Shop. Dabei zeigt sich die weibliche Kundschaft als preis­bewusst: Als die beiden wichtigsten Kriterien für die Kaufentscheidung geben 66 Pro­zent der Frauen den Gerätepreis und 71 Prozent den Mobilfunktarif an. Größe und De­sign des Handys spielen eine untergeordnete Rolle. Überraschend: Das vermeintliche "typisch weibliche" Auswahlkriterium Farbe rangierte bei der Umfrage sogar nur an Elf­ter von insgesamt sechzehn Stellen.

Zu den Funktionen, die am häufigsten genutzt werden, gehören SMS (92 Prozent), Weckfunktion (72 Prozent), Kalender (56 Prozent) und Klingeltöne (50 Prozent). Aber auch "technischere" Funktionen sind gefragt. 47 Prozent der Frauen nutzen die integ­rierte Digitalkamera des Handys für Schnappschüsse unterwegs, 37 Prozent der Be­fragten legen Wert auf die kabellose Datenübertragung via Bluetooth. Spiele kommen eher bei der Zielgruppe der 14-19-Jährigen an, stark im Kommen sind Videotelefonie, MusicDownloads und die Nutzung der Videokamera.

Wie steht's mit dem Designer-Täschchen fürs Handy? Während die 14-19 Jahre alten Handy-Nutzerinnen besonders stark am Thema Handy-Accessoires interessiert sind, finden die 30-39-Jährigen ihr Telefon ohne Zubehör am schönsten. Bemerkenswerter­weise gab die Hälfte der Befragten an, dass sie Handy-Accessoires gar als unnötigen "Mode-Schnickschnack" empfinden. Zum komfortablen Telefonieren unterwegs brauche man Handy-Band oder Schmuckanhänger nicht.


Frauen schätzen neue Technologien

Auch das Thema Nutzungsverhalten stand auf dem Prüfstand. Mittlerweile, so das Er­gebnis der Umfrage, nutzen vier von fünf der Teilnehmerinnen sowohl Festnetz als auch Mobilfunk. Dabei telefoniert gut zwei Drittel der Frauen bis zu drei Stunden im Monat mit dem Handy: Jede zehnte Frau telefoniert sogar monatlich zehn Stunden und mehr mit dem Handy. Aber mehr und mehr lassen die weiblichen Nutzer in ihrer tägli­chen Kommunikation auch Bilder sprechen: Jede dritte Frau (32 Prozent) versendet MMS, in erster Linie um soziale Kontakte zu pflegen: "Einfach nur so", um Freunde an schönen Momenten im Leben teilhaben zu lassen, verschicken 64 Prozent regelmäßig die kombinierten Text-Bildnachrichten. Für 80 Prozent der jungen Nutzerinnen ist die MMS eine moderne Form des Liebesbriefes.

Moderne Technologien, allen voran UMTS, sind den technikaffinen Frauen von heute kein Fremdwort mehr. Jede zweite weiß, was sich hinter der Abkürzung verbirgt. Was noch entscheidender ist: Eine große Mehrheit der Nutzerinnen interessiert sich für die Dienste, die mit dem Datenturbo UMTS möglich geworden sind, gar 82 für das Voda­fone-Angebot "MobileTV". Nachrichten, Musikclips und Fernsehserien stehen auf der Wunschliste ganz oben.


In: Flirten via Handy - Out: Männer, die lautstark telefonieren

Aufschluss gab die Studie auch über individuelles Nutzungsverhalten: Der schönste Ort zum mobilen Telefonieren, so gab mehr als die Hälfte der Frauen an, sei für sie das ku­schelige Sofa. 43 Prozent lassen sich zum Quatschen auf Terrasse oder Balkon nieder, 31 Prozent telefonieren bevorzugt im Bett. Vor allem aber brachte die Umfrage die interessante Tatsache hervor, dass das Handy ein wichtiges Instrument des Beziehungsmanagements geworden ist. Jede zweite Frau hat bereits einmal per Handy geflirtet, mit dem Partner Schluss gemacht allerdings nur 12 Prozent.

Dass das Handy die Beziehung zwischen Mann und Frau ernsthaft beeinflussen könne, belegt die Studie nicht. Dennoch haben die Teilnehmerinnen von "Frauen und Handys" klare Vorstellungen, was für sie in punkto "Männer und Handys" tabu ist. 89 Prozent sind genervt, wenn der Mann permanent sein Handy hervorholt, um keinen Anruf zu verpassen, 81 Prozent halten lautes Sprechen über Geschäftliches für unangemessen, 72 Prozent finden, dass "Mann" nicht immer erreichbar sein muss.



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Donnerstag, 20. Nov. 2008







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