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13. Mai 2009

WHO mahnt zur Zurückhaltung mit Tamiflu



Mexiko-Stadt - Angesichts der sich weiter ausbreitenden Schweinegrippe hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen zurückhaltenden Einsatz antiviraler Medikamente wie Tamiflu angemahnt. Da die Krankheit bisher in den überwiegenden Fällen relativ mild verlaufe, sollten die begrenzten Bestände nur an hochgefährdete Patienten abgegeben werden, empfahl die WHO. Es sei nicht auszuschließen, dass das Virus im Laufe der Zeit gefährlicher werde.

Nach offiziellen Angaben haben bisher 33 Staaten insgesamt 5.690 Schweinegrippe-Infektionen bestätigt, die meisten in Nordamerika: 3.009 Menschen erkrankten in den USA, 2.282 in Mexiko und 358 in Kanada. 63 Menschen starben demnach an der Krankheit: 58 in Mexiko, drei in den USA, einer in Kanada und einer in Costa Rica.

Der WHO-Experte Nikki Shindo sagte am Dienstag, antivirale Medikamente wie Tamiflu und Relenza sollten zunächst Patienten vorbehalten bleiben, die bereits andere Krankheiten oder Komplikationen haben. Auch Schwangere sollten damit behandelt werden. Das US-Zentrum für Krankheitskontrolle (CDC) schloss sich der Empfehlung an, verwies aber auch darauf, dass eventuelle Nebenwirkungen für den Fötus noch nicht hinreichend bekannt seien.

Die ersten Schweinegrippe-Erkrankungen meldeten inzwischen Kuba, Thailand und Finnland. China und Hongkong bestätigten jeweils die zweiten Fälle.




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