Ventil gegen Luftnot bei Lungenemphysem
veröffentlicht am 13.03.2009

Bei einem Lungenemphysem kann ein Ventil in den Atemwegen die Luftnot lindern und die Lebensqualität verbessern. Bei der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) werden die Wände in den kleinen Lungenbläschen allmählich zerstört. Dadurch entstehen größere Blasen mit insgesamt weniger Oberfläche, aus denen nur unzureichend Sauerstoff ins Blut gelangt.
Stuttgart - Bei einem Lungenemphysem kann ein Ventil in den Atemwegen die Luftnot lindern und die Lebensqualität verbessern. Bei der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) werden die Wände in den kleinen Lungenbläschen allmählich zerstört. Dadurch entstehen größere Blasen mit insgesamt weniger Oberfläche, aus denen nur unzureichend Sauerstoff ins Blut gelangt.
Beim Ausatmen können die darüber liegenden kleineren Atemwege kollabieren, so dass die «gefangene» Luft die Lunge überblähen lässt. Seit einigen Jahren weiß man, dass eine Verkleinerung der Lunge den Sauerstoffaustausch verbessern kann. Um dies zu erreichen, platzieren Ärzte mit einem Bronchoskop ein Ventil in einen Atemweg.
Dieses soll verhindern, dass neue Luft eindringt. Wenn die alte Luft aus den Blasen entweicht, schrumpft der Lungenlappen, und die umgebenden Lungen haben mehr Platz zum Atmen. Manchen Patienten gehe es nach dieser bronchoskopischen Lungenvolumen-Reduktion besser, schreibt Ralf Eberhardt vom Uniklinikum Heidelberg in der «Deutschen Medizinischen Wochenschrift». Grundsätzlich komme das Verfahren aber nur dann infrage, wenn Medikamente, körperliches Training oder eine Sauerstofftherapie keine Linderung mehr verschafften.
(© AP)




