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Handy-Studie: Musik und Klingeltöne eher weniger gefragt
12. Juli 2005 - 13:11 Uhr

München (dhg) - Musik-Downloads aufs Handy werden von der Mobilfunkbranche überschätzt. Das ergab eine neueste Umfrage des Verbraucherportals Xonio. Demnach glaubt nur jeder Vierte, dass Musik-Downloads aufs Handy künftig an Bedeutung gewinnen. Ein wesentlich größeres Potenzial liegt nach Ansicht der Befragten im Empfang und Versand von E-Mails (63 Prozent) und im Fotografieren mit dem Handy (61 Prozent).

Die Mobilfunkbranche forciert derzeit mit großem Einsatz ihr Angebot zum Download von Klingeltönen und Musik. Ein Angebot, das offenbar am tatsächlichen Bedürfnis vieler Nutzer vorbei geht. "Die Branche sollte sich vielmehr auf Anwendungen konzentrieren, deren Potenzial offenbar erheblich größer ist - dazu gehört der E-Mail-Verkehr, aber auch das Fotografieren und die Videotelefonie per Handy", so Axel Burkert, Chefredakteur von Xonio Online.

Die mobile Videotelefonie wird nach Einschätzung von 44 Prozent der Befragten ebenfalls an Bedeutung gewinnen, das Anschauen von Videos auf dem Handy ist für 43 Prozent eine Anwendung mit Zukunft, und dem Versand von Bildmitteilungen (MMS) messen 41 Prozent der Meinungsführer wachsende Bedeutung bei. Dem gegenüber rangieren Klingeltöne mit nur neun Prozent in der Einschätzung der Handy-Nutzer deutlich abgeschlagen.

Ganz vorn bei den Zukunftstechnologien für mobile Geräte liegt in der Bewertung der Meinungsführer UMTS mit 81 Prozent der Nennungen, gefolgt von WLAN-Hotspots mit 60 Prozent. "Die Nutzer lassen sich nicht in eine bestimmte Richtung drängen. Anwendungen mit Zukunft müssen vielmehr echte Bedürfnisse befriedigen. Ob Musik- und Klingelton-Downloads diese Voraussetzung erfüllen, muss angesichts unserer Umfrage-Ergebnisse mit einem großen Fragezeichen versehen werden", weiß Burkert.

Neben Einschätzungen zur Zukunft bestimmter Anwendungen unabhängig von ihren Kosten liefert die aktuelle Studie auch Erkenntnisse darüber, für welche Handy-Anwendungen die Nutzer bereit sind, künftig mehr Geld auszugeben. Auch hier rangieren E-Mail, Fotos und Videotelefonie vor dem Download von Klingeltönen und Musikstücken.



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Donnerstag, 20. Nov. 2008







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