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12. April 2007
Märklin setzt 200 Beschäftigte in Sonneberg vor die Tür
Stuttgart - Der Modelleisenbahnhersteller Märklin kündigt den verbliebenen 200 Mitarbeitern im thüringischen Werk Sonneberg zum Monatsende. Vom 1. Juni an werde den Beschäftigten für ein Jahr die Teilnahme an einer Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft angeboten, sagte der Betriebsratschef des Märklin-Werkes Sonneberg, Claus Heinze, der «Stuttgarter Zeitung» (Freitagausgabe).
Bis Mitte Mai müssten sich die Beschäftigten entscheiden, ob sie der Gesellschaft beitreten. Wie viel Geld für die Abfindungen sowie die Beschäftigungsgesellschaft zur Verfügung stehe, sei im Rahmen der Sozialplanverhandlungen mit der Geschäftsleitung noch nicht entschieden worden, sagte Heinze weiter. Der Finanzinvestor Kingsbridge, der Märklin im Mai 2006 übernommen und damit vor der drohenden Insolvenz bewahrt hatte, will das Werk in Thüringen schließen. Am Stammsitz Göppingen sollen zudem 120 von 700 Arbeitsplätzen abgebaut werden, außerdem sollen 30 von 60 Stellen bei der Tochter Trix in Nürnberg gestrichen werden. Dort soll nur noch der Vertrieb verbleiben, die Fertigung soll nach China verlagert werden.
In Sonneberg waren zuletzt 220 Mitarbeiter beschäftigt, 20 von ihnen hätten in den vergangenen Wochen eine neue Arbeitsstelle gefunden. Die Facharbeiter haben Heinze zufolge Aufhebungsverträge unterschrieben und für jedes Beschäftigungsjahr 1.000 Euro erhalten. Für die Mitarbeiter in der Fertigung - dort arbeiteten vorwiegend Frauen - sei es schwierig, einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Etwa 130 Beschäftigte seien seit der Gründung des Werkes 1991 bei Märklin, sagte Heinze.

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