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11. Oktober 2008
Britische Streitkräfte verlieren erneut tausende Datensätze


London - Eine neuerliche Datenpanne setzt die britischen Streitkräfte unter Druck. Ein Dienstleister des Verteidigungsministeriums hat einem Bericht der Zeitung «The Sun» zufolge eine Festplatte mit persönlichen Daten von etwa 100.000 Soldaten verloren. Auf dem Datenträger befanden sich demnach Angaben wie Adressen, Pass- und Führerscheinnummern sowie Informationen über 600.000 Bewerber. Die Streitkräfte bestätigten den Verlust, machten jedoch keine Angaben zu den Daten auf der Festplatte.

Das Fehlen des Datenträgers kam bei einer von der Regierung angeordneten Bestandsüberprüfung zutage. Die Festplatte befand sich nach Angaben des IT-Dienstleisters EDS zuletzt in einem Sicherheitstrakt des Unternehmens in Hook, rund 70 Kilometer westlich von London. Ob der Datenträger verschlüsselt war, teilte EDS nicht mit. In Großbritannien sind in der vergangenen Zeit häufiger Daten in die Öffentlichkeit geraten, weil sie nicht genug gesichert waren. Betroffen davon waren Millionen Menschen.

Im August wurde ein Computer mit Kontodaten und Passwörtern von über einer Million britischer Bankkunden beim Onlineauktionshaus eBay für 35 Pfund versteigert. Auch die Telefonnummern und Unterschriftsproben der Kunden waren in dem Datensatz enthalten. Zuvor waren Daten von über 80.000 Häftlingen und 33.000 Wiederholungstätern abhanden gekommen. Im Januar wurde ein PC der Streitkräfte mit Daten über 600.000 Rekruten gestohlen, im vergangenen November waren Daten von 25 Millionen Steuerzahlern verloren gegangen.








 
 



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