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Montag, der 11. September 2006
Spyware: Kostenpflichtige Schutztools wenig überzeugend





München - Ad- und Spyware ist lästig. Die Internet-Schädlinge schleusen sich ungefragt auf den Rechner ein und stören dort mit Werbebotschaften oder dem Sammeln persönlicher Daten. Schlimmstenfalls gelangen so Login-Daten für das Online-Banking in fremde Hände. Die PC-WELT hat in ihrer neuen Ausgabe sechs kostenpflichtige Antispyware-Programme auf den Prüfstand gestellt.

Doch das Ergebnis ist ernüchternd: Kein Tool zeigte bei den Sicherheitstests eine überzeigende Leistung. So hatten alle Testkandidaten erhebliche Schwierigkeiten, bereits installierte Ad- und Spyware-Komponenten vom Computer zu entfernen. Auch so genannte Rootkits, mit denen sich immer mehr Spyware-Programme vor den Augen des Anwenders verstecken, konnte lediglich ein Produkt im Testfeld erkennen.

Um trotzdem Angriffen aus dem Internet nicht wehrlos gegenüber zu stehen, sollten zwei Gratis-Tools gleichzeitig auf dem PC installiert werden. Damit erhalten Anwender in vielen Bereichen bessere Werte, als wenn sie lediglich ein Kaufprogramm verwenden. Einzige Einschränkung dieser Strategie: Wer auch vor bereits aktiven Rootkits gewappnet sein will, kommt um den Kauf eines Antispyware-Programms, wie zum Beispiel Spyware Doctor (etwa 30 Dollar), nicht herum.

Damit sich die beiden kostenlose Tools auf dem PC nicht gegenseitig behindern, sollte ein Programm mit und eines ohne Wächter installiert werden. Zudem benötigen Anti-spyware-Programme regelmäßige Updates, damit sie auch neue Schädlinge finden. Nebenbei ist ein Antivirenprogramm Pflicht. Damit nach Möglichkeit erst gar keine Spyware auf den Rechner gelangt, sollten Anwender auf die Benutzung des Internet Explorers von Microsoft verzichten.  Denn über diesen Web-Browser und seine Sicherheitslücken geraten nach wie vor die meisten Spyware-Module auf den PC.

Als Alternative empfehlen die Computer-Experten den Browser Firefox von Mozilla. Zusätzlich können Anwender den Schutz vor Spyware erhöhen, wenn sie unter den Betriebssystemen Windows 2000 und Windows XP nicht mit Administrator- sondern nur mit Benutzerrechten arbeiten.



Donnerstag, 20. Nov. 2008







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