Elizabeth F. erstmals vernommen

veröffentlicht am 11.07.2008


Die Tochter des geständigen Inzest-Täters Josef F. ist erstmals von der österreichischen Staatsanwaltschaft vernommen worden. Elizabeth F.

 

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Wien - Die Tochter des geständigen Inzest-Täters Josef F. ist erstmals von der österreichischen Staatsanwaltschaft vernommen worden. Elizabeth F. sei an einem geheimen Ort befragt worden, berichtete die Nachrichtenagentur APA am Freitag unter Berufung auf Justizkreise. Die Befragung wurde auf Video aufgezeichnet, das im Prozess gegen den Vater gezeigt werden soll.



Die Staatsanwaltschaft wolle die Vernehmung von Elizabeth F. in der kommenden Woche fortsetzen, berichtete APA weiter. Richterin Andrea Humer gab nach einem Bericht des Rundfunksenders ORF ihr Einverständnis für die Befragung, nachdem Ärzte Elizabeth F. für wohlauf erklärt hatten. F., ihre Kinder und ihre Mutter leben seit Ende April in einer streng bewachten psychiatrischen Klinik.


Der ORF berichtete, eines der Kinder habe am vergangenen Wochenende unerkannt an einem Zeltlager der Jugendfeuerwehr teilgenommen. Das 15-jährige Mädchen, das nicht bei seiner Mutter im Kellerverließ aufwuchs, habe dabei zum ersten Mal seit fast drei Monaten seine Schulfreunde wiedergetroffen. Auch andere Familienmitglieder hätten das Klinikgelände bereits für Ausflüge verlassen, berichtete der «Kurier».


Der heute 73-jährige Josef F. soll seine Tochter 24 Jahre lang in einem Kellerverlies eingesperrt und sexuell missbraucht haben. Er bekam mit ihr sieben Kinder, von denen eines nach der Geburt starb. Drei der Kinder wuchsen bei der Mutter in dem Kellerverließ auf, die anderen in der Wohnung von Josef F. und seiner Frau. Der Prozess gegen Josef F. soll noch in diesem Jahr beginnen.


  (© AP)



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