|
New York (ssi) - Hacker haben herausgefunden, wie man Spiele der PlayStation Portable (PSP), die von Piraterie-Sites herunter geladen wurden, mit Hilfe von PSP Memory Sticks zum Laufen bringen kann. Die Hack-Variante funktioniert aber nur mit der original 1.5 Version der Firmware, die zusammen mit der PSP in die USA eingeführt wurde. Sollten derartige Memorysticks mit größerem Speicher den Markt überfluten und die Zahl der Piraterie-Sites mit PSP-Spielen im Angebot noch weiter steigen, könnte sich Sony bald im gleichen Kampf wiederfinden wie die Firma Nintendo, die sich mit der identischen Problematik beim GameBoy Advance herum plagt.
Als Sony verkündete, dass seine portable PlayStation das Universal Media Disc-Format (UMD) benutzen würde, war das Unternehmen noch zuversichtlich den Hackern einen Riegel vorgeschoben zu haben. Das Format sollte es den Hackern eigentlich viel schwieriger machen, PSP-Software zu kopieren. Unglücklicherweise gehören Hacker offenbar doch zu einer intelligenteren und vor allem hartnäckigeren Spezies als gedacht. Denn bereits im letzten Mai gelang es einer Piratengruppe namens "Paradox" den Kopierschutz des UMDs zu knacken.
Sie konnten somit auf die PSP-Spieledateien zugreifen und diese sogar auf CDs oder DVDs kopieren. Einziges Problem: Die PSP kann diese Medien nicht abspielen. Laut der Nachrichtenagentur Reuters ist dieses Hindernis dank der Memory Sticks nun beseitigt. Wirklich überraschend ist diese Entwicklung aber nicht. Denn PSP-Entwickler haben in der Vergangenheit mehrfach darauf hingewiesen, dass es theoretisch möglich sei, Software mit Hilfe eines Memory Sticks auf den portablen Geräten zum Laufen zu bringen.
Laut dem Magazin PS2info.com bieten einschlägige Websites bereits die PSP-Titel Lumines (Ubisoft), Coded Arms (Konami), Puzzle Bobble (Taito) und Intelligent License (Sony) zum illegalen Download an.
|