Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) hat Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) aufgefordert, die Preise für an Land erzeugte Windenergie nicht zu erhöhen. Eine Nachjustierung sei verfrüht, zitierte die «Welt am Sonntag» aus einem Brief vom Freitag.
Eine Preiserhöhung sei auch kein positives Zeichen für solides und verlässliches Regierungshandeln: «Angesichts der gestiegenen Strompreise und insgesamt höherer Energiepreise halte ich dies für die falsche Richtung», wurde Glos weiter zitiert. Der Wirtschaftsminister errechnete bei einer 20-jährigen Förderungsdauer ein zusätzliches Vergütungsvolumen von 5,3 Milliarden Euro. Dies würde die Stromverbraucher zusätzlich belasten.
Gabriel plant eine Preiserhöhung um 1,2 Cent pro Kilowattstunde, um die angekündigten Einschränkungen beim Ausbau der Biosprit-Produktion in Deutschland auszugleichen und die Klimaziele nicht zu gefährden. Glos bezweifelt dagegen, ob eine Preiserhöhung zum Ziel führt: Besser sei es, technologische Weiterentwicklungen durch Anreize zu fördern.
