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11. Mai 2008

US-Wissenschaftler bezweifeln wirksame Raketenabwehr



Washington - Mehrere prominente US-Wissenschaftler glauben nicht, dass die derzeit von Präsident George W. Bush vorangetriebene Raketenabwehr den Vereinigten Staaten tatsächlich einen wirksamen Schutz bieten kann. Sie stellten in einer Anhörung des Repräsentantenhauses auch die Frage, ob europäische Verbündete über das Programm getäuscht worden sein könnten.

«Das Programm bietet keine Aussicht, die USA gegen einen tatsächlichen Raketenangriff zu beschützen», sagte die Wissenschaftlerin Lisbeth Gronlund von der Union Besorgter Wissenschaftler in Washington. Der demokratische Abgeordnete John Tierney sagte als Vorsitzender des zuständigen Ausschusses, angesichts von Kostenschätzungen von 213 bis 277 Milliarden Dollar (133,7 bis 173,9 Milliarden Euro) bis 2025 stelle sich die Frage, ob hier das Geld von Steuerzahlern sinnvoll ausgegeben werde.

Die US-Regierung will das System bereits aufbauen, während einzelne Teile davon noch getestet werden. Sie begründet das mit Bedrohungen durch den Iran und Nordkorea, weswegen auch in Polen und Tschechien ein Teil der Raketenabwehr aufgebaut werden soll. Das hat zum Streit mit Russland geführt.

Ein Zeuge der Republikaner, Jeff Kueter vom George C. Marshall Institute in Washington sagte, das System mache Fortschritte und bereits jetzt begrenzte Fähigkeiten zur Abwehr ballistischer Raketen. Andere Zeugen bezeichneten die zuletzt gemachten erfolgreichen Tests als unrealistisch. So könnte die Abwehr mit Sprengkopfattrappen leicht ausgehebelt werden. Einer von ihnen, Philip Coyle, bezeichnete diese Gegenmaßnahme als Achillesferse des gesamten Projekts.






 

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