Die kleine Nürnberger Eisbärin «Flocke» ist am Montag zwei Monate alt geworden. «Der Mini-Geburtstag wird für sie aber ein ganz normaler Tag sein», sagte Clara Grau vom Presseamt der Stadt Nürnberg der AP. «Flocke» gedeihe prächtig und wiege inzwischen schon 6,2 Kilogramm. Mehrmals täglich trinke sie bis zu 330 Milliliter Milch mit großem Appetit.
Nachdem das Jungtier in der vorigen Woche vier Eckzähne und zwei Schneidezähne bekommen hatte, schimmern inzwischen weitere Schneidezähne durch. «Sie genießt es, wenn man ihr das Zahnfleisch massiert», erzählte Grau. Beim Trinken sei «Flocke» aber sehr behutsam und habe bislang die Schnuller der Milchflasche nicht kaputt gebissen.
Die junge Bärin werde zunehmend agil und bewege sich immer mehr. Noch in dieser Woche soll daher ihr Gehege zu einer begehbaren Box erweitert werden, um ausreichend Platz für ihren Bewegungsdrang zu bieten. «Richtig gehen kann sie zwar noch nicht, aber sie krabbelt immer mehr», berichtete Grau.
Nach langer Trennung wurden am Montagmorgen die Eltern von «Flocke» erstmals wieder zusammengeführt. Eisbär «Felix» war erst Donnerstagnacht nach mehreren Monaten im Zoo Gelsenkirchen wieder zurück nach Nürnberg gebracht worden. Das erste Zusammentreffen mit «Flockes» Mutter «Vera» sei sehr gut verlaufen. «Sie haben sich sofort wieder erkannt und beschnuppert», schilderte Grau. Die beiden Eisbären sollen nun für weiteren Nachwuchs im Nürnberger Zoo sorgen.
Unterdessen soll Schlagersänger Patrick Lindner Zeitungsberichten zufolge mögliche Ansprüche auf die Vermarktungserlöse mit «Flocke» prüfen. So soll der ehemalige Manager des 47-jährigen Volksmusikers den Namen «Flocke» bereits 1994 patentrechtlich geschützt haben.
Der Pressesprecher der Stadt Nürnberg, Siegfried Zelnhefer, erklärte, bisher sei der Stadt offiziell nichts dergleichen mitgeteilt worden. «Wir sind da aber sehr gelassen. Man wird halt miteinander reden müssen», sagte Zelnhefer. Mögliche Ansprüche müssten die Anwälte prüfen.
