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Militärgericht hebt Urteil gegen Abu-Ghraib-Offizier auf

veröffentlicht am 11.01.2008


Die US-Streitkräfte haben das Urteil gegen den einzigen wegen des Skandals im irakischen Gefängnis Abu Ghraib angeklagten Offizier aufgehoben. Oberstleutnant Steven Jordan habe sich strafrechtlich nichts zuschulden kommen lassen, entschied ein Militärgericht in Washington. Jordan erhält lediglich einen verwaltungsrechtlichen Verweis wegen Befehlsverweigerung.

 

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Baltimore - Die US-Streitkräfte haben das Urteil gegen den einzigen wegen des Skandals im irakischen Gefängnis Abu Ghraib angeklagten Offizier aufgehoben. Oberstleutnant Steven Jordan habe sich strafrechtlich nichts zuschulden kommen lassen, entschied ein Militärgericht in Washington. Jordan erhält lediglich einen verwaltungsrechtlichen Verweis wegen Befehlsverweigerung.



Der 51-jährige Offizier war im August von Vorwürfen freigesprochen worden, er habe die elf im Zusammenhang mit dem Skandal verurteilten einfachen Soldaten nicht entsprechend beaufsichtigt. Er wurde lediglich wegen Missachtung eines Befehls für schuldig befunden, wonach er mit niemandem über die Ermittlungen sprechen durfte. Die Geschworenen hatten sich daraufhin für einen strafrechtlichen Verweis ausgesprochen, die geringstmögliche Strafe.


Der Nachrichtenagentur AP sagte Jordan am Donnerstag, es sei klar, dass er nichts mit der Misshandlung von Häftlingen in Abu Ghraib zu tun habe. Der Skandal hatte weltweit Empörung ausgelöst. Unter anderem wurden Bilder veröffentlicht, auf denen irakische Gefangene in schmerzhaften und erniedrigenden Haltungen zu sehen sind.


Menschenrechtler kritisierten die Aufhebung des Urteils. Es sei klar, dass höherrangige Ebenen für die Häftlingsmisshandlung verantwortlich gewesen seien, erklärte Hira Shamsi von der Amerikanischen Bürgerrechtsunion (ACLU).


  (© AP)



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