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Umweltverband lehnt Pkw-Maut ab
11. Januar 2005 - 11:08 Uhr

Berlin - Auch aus Umweltverbänden gibt es Kritik an den Vorschlägen, eine Pkw-Maut einzuführen. "Sie taugt nichts, wenn sie - wie vorgeschlagen - nur auf Autobahnen erhoben werden würde", sagte der verkehrspolitische Sprecher des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), Gerd Lottsiepen, dem Berliner "Tagesspiegel".

Er forderte zunächst eine offene Diskussion darüber, was man mit einer Pkw-Maut erreichen will. "Die Diskussion wird einige Jahre dauern", schätzte er. Gehe es um Klimaschutz, dann seien Öko- und Mineralölsteuer die richtigen Instrumenten, nicht unbedingt die Maut. Werde die Pkw-Maut nur als Autobahnmaut eingeführt - und nach der geltenden EU-Richtlinie ist nur das möglich -, dann werde das nur zum Ausweichen der Pkw auf andere Straßen führen, also nicht zur Verminderung von Verkehr.

"Beim Lkw wird die zusätzliche Fahrtzeit als zusätzliche Arbeitszeit gesehen, beim Pkw in der Regel nicht", sagte Lottsiepen. Nur eine Maut, die für alle Straßen gelte, mache aus Sicht des Klimaschutzes Sinn. "Aber dazu muss erst einmal die EU-Richtlinie geändert werden", sagte der VCD-Experte. Würde außerdem als Ausgleich für die Pkw-Maut die Kfz-Steuer gesenkt, gebe die Politik ein wichtiges Instrument auf, ökologisch sinnvolle Neuerungen wie Katalysatoren oder Partikelfilter zu fördern. Bei der Maut sei der Spielraum wegen der begrenzten Höhe zu gering.



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Donnerstag, 20. Nov. 2008







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