Bundesfinanzminister Peer Steinbrück und Bahnchef Hartmut Mehdorn haben entschieden, die Bahn erst in einem besseren Marktumfeld an die Börse zu bringen. «Sobald das Marktumfeld einen erfolgreichen Börsengang möglich macht, sind wir startklar. Die Weichen sind gestellt», erklärten sie in einer gemeinsamen Pressemitteilung am Donnerstagnachmittag. Zugleich betonten sie, der Börsengang stehe nicht in frage, und die Vorbereitungen würden konsequent und zielstrebig fortgeführt.
«Wir werden das Vermögen des Bundes nicht zur Unzeit an den Kapitalmarkt bringen» erklärte Steinbrück. «Der Börsengang soll und wird der Stärkung der Bahn dienen - nicht ihrer Schwächung.»
Mehdorn erklärte, sein Konzern habe «eine überaus positive Resonanz der Investoren erhalten». Es werde akzeptiert, dass die Bahn ein sicherer und solider Wert sei. «Angesichts der extrem hohen Volatilität und Verunsicherung an den weltweiten Kapitalmärkten, insbesondere seit Anfang dieser Woche, haben wir uns aber gemeinsam mit unserem Eigner, dem Bund, entschlossen, den Zeitplan anzupassen», sagte der Konzernchef. Sein Finanzvorstand Diethelm Sack ergänzte, der Dialog mit potenziellen Investoren werde in der Zwischenzeit fortgesetzt.
