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10. Oktober 2008
Deutsche Exporte brechen ein


Wiesbaden - Die Exporte der deutschen Industrie brechen ein und auch Aufträge gehen zurück: Die deutschen Ausfuhren sind im August um 2,5 Prozent gefallen, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilte. Die Außenhandelsbilanz schloss den Angaben zufolge im August aber immer noch mit einem Überschuss von 10,6 Milliarden Euro ab.

Gleichzeitig klagen auch Industrieverbände über Einbrücke im Export und fehlende Aufträge: Die exportstarke bayerische Wirtschaft rechnet mit einem Konjunktureinbruch und will Arbeitsplätze abbauen. Nach einer Umfrage bei 3.000 Unternehmen sagte der Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages (BIHK), Peter Driessen: «Der Stimmungseinbruch deutet für 2009 auf eine konjunkturelle Talfahrt hin.»

Das Exportgeschäft zeige deutliche Bremsspuren, Kapazitätsauslastung und Ertragsaussichten seien stark abgesackt, und die Mehrheit der Unternehmen plane Budgetkürzungen. Erstmals seit Anfang 2006 wollten mehr Firmen Stellen streichen als neue schaffen. Spätestens im kommenden Jahr werde der Boom am Arbeitsmarkt zu Ende gehen, sagte Driessen. Die gesunkene Investitionsbereitschaft sei vor allem eine Folge des Konjunkturabschwungs in den USA und wichtigen europäischen Ländern sowie steigender Rohstoff-, Energie- und Personalkosten.

Der Unternehmerverband Nord mit den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein verzeichnet erste Einbrüche bei den Auftragseingängen. Das Exportgeschäft sei rückläufig, für 2009 werde ein Abschwung befürchtet.








 
 



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