
10. Oktober 2008
Zur Hausen wünscht sich mehr Ausdauer in der Forschung
Berlin - Der Medizin-Nobelpreisträger Harald zur Hausen wünscht sich mehr langfristig angelegte Forschungsprojekte für Deutschland. «Leider haben Forschungsvorhaben heute oft eine kurzfristige Perspektive», sagte der Krebsforscher am Donnerstag im Beisein von Bundesforschungsministerin Annette Schavan in Berlin. Eine originelle Idee müsse man aber auch dann mit Nachdruck verfolgen, «wenn die ersten Ergebnisse enttäuschen». Geduld und Hartnäckigkeit seien nötig, um Fortschritt zu erlangen.
Zur Hausen, langjähriger Stiftungsvorstand des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg, erhält im Dezember in Stockholm den Medizin-Nobelpreis. 1983 hatte er Papillomviren als Erreger von Gebärmutterhalskrebs erstmals nachgewiesen und so die Entwicklung eines entsprechenden Impfstoffes ermöglicht.

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