In Rheinland-Pfalz und Bayern sind erstmals mit der Chemikalie Melamin belastete Lebensmittel gefunden worden. Der Verdacht bei Bonbons der Marke «White Rabbit», die Anfang Oktober in einem Koblenzer Asia-Shop sichergestellt worden waren, habe sich bestätigt, teilte das Verbraucherschutzministerium in Mainz am Freitag mit. In Bayern sind «Erdbeer-Koalabärkekse» aus einer bereits zurückgerufenen Charge betroffen, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mitteilte.
Der vom rheinland-pfälzischen Landesuntersuchungsamt ermittelte Melamin-Gehalt der Bonbons überschritt laut Ministerium den Grenzwert um das Sechsfache. Der gesamte Bestand in dem Koblenzer Geschäft sei bereits am 2. Oktober beschlagnahmt worden und werde nun vernichtet. Die Belastung der in Bayern beanstandeten Kekse lag laut LGL «im Bereich des von der EU festgesetzten Höchstgehalts von 2,5 Milligramm pro Kilo». 40 andere Proben aus dem Freistaat seien ohne Beanstandung geblieben.
Über beide Fälle wurde das europäische Schnellwarnsystem informiert. Der Handel werde weiter überwacht, erklärten die Behörden der beiden Bundesländer.
