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10. Oktober 2008
(Update) - Albrecht-Brüder weiter reichste Deutsche


Berlin - Die reichsten Deutschen sind auch 2008 die Aldi-Brüder Karl und Theodor Albrecht. Nach der am Freitag vom «Manager-Magazin» veröffentlichten Jahresliste der 300 reichsten Deutschen kam die Familie Porsche auf den dritten Platz. Die globale Finanzkrise beeinflusste in diesem Jahr in hohem Maße die Rangliste, hieß es. Als spendabelste Unternehmer wurden die ehemaligen Eigentümer des Pharmaherstellers Hexal und ein Mitgründer des Softwarekonzerns SAP genannt.

122 Einzelpersonen oder Familien verfügen dem «Manager-Magazin» zufolge über ein Vermögen von mindestens einer Milliarde Euro. Karl und Theodor Albrecht besitzen laut der zum achten Mal ermittelten Rangliste ein geschätztes Vermögen von je 17 Milliarden Euro. Ihr Vorsprung vor der Porsche-Familie, die zuletzt von der guten Wertentwicklung ihrer Beteiligung an der Volkswagen AG profitiert habe, sei jedoch erheblich geschrumpft. Die Porsche-Familie verfügt über 15,5 Milliarden Euro.

Aufgrund der globalen Finanzkrise habe sich in den vergangenen Monaten kein einheitliches Bild bei der Vermögensentwicklung mehr beobachten lassen, schrieb das Magazin. Viele Familienunternehmen hätten ihren Wert gesteigert und sich in ihrer Finanzkraft börsennotierten Konzernen ebenbürtig oder sogar überlegen gezeigt.

Besonders Aktienvermögen sei zuletzt von der Krise in Mitleidenschaft gezogen worden. Dies habe nicht nur die reichste Frau der Republik, Susanne Klatten, gespürt, deren BMW-Beteiligung hohe Werteinbußen erlitten habe. Weit empfindlicher noch habe der Einbruch des Börsenkurses die Mehrheitsaktionärin von Arcandor (Karstadt-Quelle), Madeleine Schickedanz, getroffen. Ihr Vermögen habe über die Hälfte seines Wertes eingebüßt.

Millionenbeträge für Forschungsprojekte gespendet

Unternehmer spendeten in den vergangenen zwölf Monaten hohe Millionenbeträge vor allem für Forschungsprojekte, wie das Magazin berichtete. Angeführt wird die Liste von den Zwillingsbrüdern Andreas und Thomas Strüngmann, die Ex-Eigentümer des Generikaherstellers Hexal sind, sowie dem SAP-Mitgründer Hans-Werner Hector. Die 58 Jahre alten Brüder Strüngmann spendeten demnach 200 Millionen Euro für die Gründung eines Hirn-Forschungsinstituts in Frankfurt am Main in Kooperation mit der Max-Planck-Gesellschaft. Der 68-jährige Hector und seine Frau Josefine wollen mit der gleichen Summe Spitzenforscher an der Universität Karlsruhe unterstützen.

Auf Platz zwei und drei der Spenderliste rangieren der polnische Unternehmer Zygmunt Solorz-Zak und ein weiterer Mitgründer des Softwarekonzerns SAP, Hasso Plattner. Solorz-Zak, der unter anderem Mehrheitseigentümer des polnischen Privat-Fernsehsenders Polsat ist, spendete 100 Millionen Euro für die Einrichtung eines neuen Forschungsinstituts für Schlaganfall- und Demenzforschung am Klinikum der Universität München. Plattner gab 61 Millionen Euro, unter anderem für die Hasso-Plattner-Institute in Potsdam und Palo Alto (USA) sowie den Wiederaufbau des Potsdamer Stadtschlosses.

Zu den Großspendern gehören noch zwei weitere Mitgründer der Softwarefirma SAP. Dietmar Hopp gab 40 Millionen Euro unter anderem für den Jugendsport und den Bau eines Hospizes, Klaus Tschira spendete 19 Millionen Euro für wissenschaftliche Forschungsprojekte.








 
 



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