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10. Oktober 2008
DAX und Dow: Der Crash auf Raten


Frankfurt - Eine ganze Serie rabenschwarzer Handelstage hat die Aktienmärkte weltweit erschüttert. Den Anfang im internationalen Absturz-Reigen machte das wichtigste Börsenbarometer der Welt, der Dow Jones Index, am Tag der Pleite der Investmentbank Lehman-Brothers: Um mehr als 500 Punkte raste der Dow in die Tiefe. Trotz immer neuen Rettungsaktionen, Antikrisenpaketen und konzertierter Zinssenkungen ging die Talfahrt weiter. Hier eine Übersicht der heftigsten Kursrückgänge der vergangenen vier Wochen:

Montag, 15. September 2008:

Der Dow Jones Index verliert 504 Punkte auf 10.918 Zähler. Der Deutsche Aktienindex (DAX) kommt mit einem Rückgang von 170 Zählern auf 6.064 Punkte noch vergleichsweise glimpflich davon.

Montag, 22. September 2008:

Erneut stürzt der Dow Jones Index 373 Punkte ab. Analysten führen die neuerlichen Verluste auf die Unsicherheit der Anleger über den geplanten Stabilisierungsplan der US-Regierung für die Banken zurück. Investoren suchten deshalb Zuflucht in sichereren Werten, darunter Gold und Öl. Sie befürchten, dass der - später bewilligte - 700-Milliarden-Dollar-Rettungsplan die Inflation anheizen könnte. Der DAX kommt mit einem Minus von 82 Punkten erneut deutlich besser weg.

Montag, 29. September 2008:

Rabenschwarzer Montag: Der Dow Jones Index schließt mit dem Rekordverlust von 777 Punkten, ein Minus von fast 7 Prozent. Es war - gemessen in Punkten - der stärkste Einbruch in der Geschichte der New Yorker Börse, der sogar noch den Rückgang nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 übertraf. Grund: Das überraschende Scheitern des mühsam zusammengestellten 700-Milliarden-Dollar-Pakets zur Rettung der Finanzmärkte bei der Abstimmung im US-Repräsentantenhaus. Der DAX stürzt 256 Punkte ab.

Montag; 6. Oktober 2008:

Wieder ein schwarzer Montag, dieses Mal trifft es den deutschen Markt besonders hart: Der DAX stürzte zeitweise bis auf 5.293 Punkte ab und schließt mit einem Minus von 7,1 Prozent bei 5.387 Zählern. Trotz aller fieberhaften staatlichen Rettungsversuche wie Garantien für Sparer, dem US-Antikrisen-Paket und der 50-Milliarden-Euro-Kreditlinie für die deutsche Hypo Real Estate geht es weltweit bergab. Der Dow Jones Index verliert 369 Punkte und sackt unter die psychologisch wichtige 10.000-Punkte-Marke.

Dienstag, 7. Oktober 2008:

Die Talfahrt geht vor allem in den USA weiter: Erneut verliert der Dow Jones mehr als 500 Punkte und landet bei 9.447 Zählern. Der DAX geht 60 Punkte auf 5.327 Zähler runter.

Mittwoch, 8. Oktober 2008:

Die konzertierte Zinssenkung der wichtigsten Zentralbanken der Welt - ein äußerst sparsam eingesetztes Mittel der Währungshüter - verpufft an den Märkten. Der Dow-Jones-Index gibt trotzdem 189 Punkte oder 2,0 Prozent nach auf 9.258 Zähler. Der DAX landet nach einer Berg- und Talfahrt bei nur noch 5.013 Punkten, ein Rückgang von 5,9 Prozent.

Donnerstag, 9. Oktober 2008:

Ausverkauf in New York: Der Dow sackt erneut 679 Punkte ab und notiert erstmals seit fünf Jahren unter der Marke von 9.000 Zählern. Grund für den Absturz um mehr als 7 Prozent war die Erklärung einer Kredit-Rating-Agentur, sie erwäge eine Herabstufung von General Motors. Der Aktienkurs von GM bricht daraufhin um 31 Prozent ein. Zuvor schloss der DAX mit minus 127 Punkten bei 4.887 Zählern.

Damit ist der Dow Jones Index in den vier Wochen seit Freitag, dem 13. September, um mehr als 2.800 Punkte gefallen. Das entspricht einem Rückgang von rund 25 Prozent. Der DAX verlor in diesem Zeitraum mehr als 1.300 Punkte, ein Minus von mehr als 20 Prozent.








 
 



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