Die ehemaligen Eigentümer des Pharmaherstellers Hexal und ein Mitgründer des Softwarekonzerns SAP gehören zu Deutschlands spendabelsten Unternehmern. Nach einer am Freitag vom «Manager-Magazin» veröffentlichten Liste spendeten sie und viele andere Wirtschaftsmagnaten in den vergangenen zwölf Monaten hohe Millionenbeträge vor allem für Forschungsprojekte
Angeführt wird die Liste von den Zwillingsbrüdern Andreas und Thomas Strüngmann, die Ex-Eigentümer des Generikaherstellers Hexal sind, sowie dem SAP-Mitgründer Hans-Werner Hector. Die 58 Jahre alten Brüder Strüngmann spendeten demnach 200 Millionen Euro für die Gründung eines Hirn-Forschungsinstituts in Frankfurt am Main in Kooperation mit der Max-Planck-Gesellschaft. Der 68-jährige Hector und seine Frau Josefine wollen mit der gleichen Summe Spitzenforscher an der Universität Karlsruhe unterstützen.
Auf Platz zwei und drei Spenderliste rangieren der polnische Unternehmer Zygmunt Solorz-Zak und ein weiterer Mitgründer des Softwarekonzerns SAP, Hasso Plattner. Solorz-Zak, der unter anderem Mehrheitseigentümer des polnischen Privat-Fernsehsenders Polsat ist, spendete 100 Millionen Euro für die Einrichtung eines neuen Forschungsinstituts für Schlaganfall- und Demenzforschung am Klinikum der Universität München. Plattner gab 61 Millionen Euro, unter anderem für die Hasso-Plattner-Institute in Potsdam und Palo Alto (USA) sowie den Wiederaufbau des Potsdamer Stadtschlosses.
Zu den Großspendern gehören noch zwei weitere Mitgründer der Softwarefirma SAP. Dietmar Hopp gab 40 Millionen Euro unter anderem für den Jugendsport und den Bau eines Hospizes, Klaus Tschira spendete 19 Millionen Euro für wissenschaftliche Forschungsprojekte.
Spenden auch für Ballsportarena und soziale Projekte
Zu den Top Ten der spendabelsten Unternehmer zählen zudem ECE-Chef Alexander Otto (13 Millionen Euro, unter anderem für die neue Eis- und Ballsportarena in Hamburg) und Otto-Aufsichtsratschef Michael Otto (6 Millionen Euro, unter anderem für die Hamburger Elbphilharmonie) sowie Schuhproduzent Heinz-Horst Deichmann (10 Millionen Euro, unter anderem für soziale Projekte in Indien und Deutschland) und BMW-Erbin Johanna Quandt, die 10 Millionen Euro für die Berliner Stiftung Charité spendete.
Die Liste wird in der Sonderausgabe «Die 300 reichsten Deutschen» des «Manager-Magazins» veröffentlicht.
