Patienten im sogenannten minimalen Bewusstseinszustand (MCS) sind genauso schmerzempfindlich wie gesunde Menschen. Dies zeigt eine Studie der Universität Lüttich. MCS-Patienten nehmen Signale aus ihrer Umgebung zumindest teilweise bewusst wahr.
Die belgischen Neurologen um Steven Laureys prüften nun die Hirntätigkeit verschiedener Personengruppen nach elektrischer Stimulierung eines Armnervs. Bei den MCS-Patienten reagierten die an der Schmerzverarbeitung beteiligten Hirnregionen ebenso auf die Reize wie bei gesunden Personen und deutlich stärker als bei Menschen im Wachkoma. Dies bedeute, dass Patienten bei Minimalbewusstsein bei Bedarf auch Schmerzmittel erhalten sollten, schreiben die Mediziner im Fachblatt «The Lancet Neurology».
(Quelle: «The Lancet Neurology», Online-Vorabveröffentlichung)
