Die Einnahme sogenannter nichtsteroidaler Antirheumatika wie etwa Aspirin oder Ibuprofen hemmt möglicherweise die Entstehung von Brustkrebs. Hinweise darauf liefert die bislang umfangreichste Übersichtsstudie, die Daten aus 38 Untersuchungen mit insgesamt mehr als 2,7 Millionen Frauen berücksichtigte.
Dabei senkte die regelmäßige Einnahme solcher Entzündungshemmer das Brustkrebsrisiko um rund zwölf Prozent. Der Aspirin-Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) verringerte die Wahrscheinlichkeit für einen Brusttumor um 13 Prozent, das Präparat Ibuprofen sogar um 21 Prozent.
Dies unterstreiche eine mögliche Rolle von Entzündungsprozessen bei der Entstehung der Krankheit, schreiben die Forscher der Universität von British Columbia in Vancouver im «Journal of the National Cancer Institute». Sie betonen allerdings, dass ihre Untersuchung kein Nachweis für einen Schutzeffekt sei. Mehr Gewissheit erhoffen sie sich von einer noch laufenden großen Studie, deren Ergebnis im kommenden Jahr vorliegen soll.
(Quelle: «Journal of the National Cancer Institute», Online-Vorabveröffentlichung)
