
10. Oktober 2008
Antidepressiva mindern nicht Suizidrisiko bei Schmerzpatienten
Dresden - Antidepressiva mindern bei Schmerzpatienten nicht das Suizidrisiko. Darauf weist Werner Velber von der Dresdner Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie hin. In Studien sei bislang kein durchgängiger Rückgang der Selbstmordgefährdung bei einer Behandlung mit Antidepressiva nachgewiesen worden - im Gegenteil: Es gebe möglicherweise ein geringes Patientenspektrum, das unter diesen Medikamenten Symptome wie Unruhe und Getriebensein entwickle. Dies könne sogar erst recht zu Suizidgedanken führen. «Die Psychiatrie geht jetzt davon aus, dass der Einsatz von Antidepressiva in der Schmerztherapie keine verlässliche Größe ist», betont der Professor.

|
|
|