Die niederländische Regierung will die angeschlagenen Finanzinstitutionen des Landes mit 20 Milliarden Euro unterstützen. Das kündigte Finanzminister Wouter Bos am Donnerstagabend an. Das Geld sei für alle «im Wesentlichen gesunden» Banken und Versicherungen bestimmt, um diese vor extremen Schocks zu schützen, erklärte der Minister vor Journalisten.
Genauere Details, zu welchen Konditionen die staatliche Finanzspritze an die Banken vergeben werden soll, ob mittels Anleihen oder im Austausch gegen Aktien, nannte Bos nicht. Er sagte lediglich, dass jede Bank, die sich staatliches Geld leihe, dieses in guten Zeiten wieder zurückzahlen müsse. Nach der Verstaatlichung der Banken Fortis NV und ABN Amro Anfang des Monats gibt es in den Niederlanden nur noch zwei große börsennotierte Finanzinstitute: die ING Groep NV und den Versicherer Aegon NV.
