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Wien (dhg) - Der Outsourcing-Boom der vergangenen Jahre hat 2004 mit weltweit 826.000 in Niedriglohnländer verlagerten IT-Jobs einen neuen Höhepunkt erreicht. Während für große Unternehmen Outsourcing beinahe schon Alltagsgeschäft ist, sind Österreichs KMUs diesbezüglich noch sehr zurückhaltend.
Die größten Probleme seien die weiterhin mangelnde Bereitschaft dieser Betriebe, die Geschäftsprozesse so anzupassen, dass sie von der IT erfasst werden können sowie die große Skepsis, kundenbezogene Prozesse aus der Hand zu geben, berichtet Hans-Jürgen Pollirer, Obmann der Sparte IT und Unternehmensberatung in der WKÖ, im Gespräch mit dem österreichischen Magazin "MONITOR".
Zwar seien bei den KMUs nicht die großen Auslagerungs-Deals das Thema, wohl aber kleinere oder temporäre Outsourcing-Verträge und Spezialformen wie Mietsoftware oder On-Demand-Computing. Es sei sowohl für den gehobenen Mittelstand als auch für Kleinstunternehmen sinnvoll, etwa nur dann Software über das Internet zu kaufen bzw. zu mieten, wenn sie tatsächlich benötigt wird, ergänzt Pollirer.
Großaufträge zu akquirieren ist für IT-Outsourcing-Anbieter in Österreich mittlerweile schwer geworden. Daher ist es auch kein Wunder, dass Firmen wie SAP mit dem Vermieten von ERP-Programmen per Internet oder IBM mit dem Einstieg ins On-Demand-Computing bereits Pakete für KMUs geschnürt haben.
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