10. Mai 2008
EU-Bußgeld: Microsoft legt Berufung ein
Seattle - Der US-Konzern Microsoft geht gerichtlich gegen das von der EU-Kommission verhängte Rekordbußgeld in Höhe von fast einer Milliarden Euro vor. Microsoft-Sprecher Jack Evans erklärte, man habe Berufung eingelegt und bemühe sich um eine Klärung des Sachverhalts durch das Gericht.
Die im Februar verhängte Strafe von 899 Millionen Euro war die höchste, die die Brüsseler Wettbewerbshüter jemals gegen ein einzelnes Unternehmen erlassen hat. Die Kommission warf Microsoft vor, für die Bereitstellung technischer Informationen an seine Konkurrenten jahrelang überhöhte Preise verlangt und damit gegen Auflagen der Kommission verstoßen zu haben. Die seit März 2004 gegen Microsoft verhängten Geldbußen addieren sich zu einem Betrag von rund 1,68 Milliarden Euro.