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10. März 2008
Zahl der Kinderporno-Fälle in Hessen stieg rasant
Wiesbaden - In Hessen ist die Zahl der Straftaten im vergangenen Jahr um 1,5 Prozent auf 420.725 Fälle gesunken. Wie Innenminister Volker Bouffier am Montag in Wiesbaden berichtete, stieg zugleich die Aufklärungsquote auf den Rekordwert von 55,9 Prozent: «Hessen ist nachweisbar sicherer geworden.» Insbesondere bei Einbrüchen, Raubdelikten und der gesamten Straßenkriminalität gebe es starke Rückgänge.
Eine deutliche Zunahme habe es dagegen bei der Interkriminalität gegeben, sagte der CDU-Politiker. Nach seinen Worten sank die Zahl der Raubüberfälle um drei Prozent und die Zahl der Diebstähle um 3,6 Prozent: «Damit haben wir beim Diebstahl das Niveau von 1974 erreicht.» Die Gewaltkriminalität - dazu gehören Mord, Totschlag und Körperverletzung - nahm um 3,4 Prozent ab. Fälle häuslicher Gewalt nahmen sogar um sieben Prozent ab.
Eine deutliche Zunahme gab es dagegen bei der Drogenkriminalität. Hier stieg die Zahl der Fälle um 4,1 Prozent auf 17.282. Die Zahl der Drogentoten kletterte in Hessen um 21 auf 120. Die Zahl der Sexualstraftaten stieg sogar um 10,3 Prozent auf 4.095 Fälle. Hierfür verantwortlich war vor allem die Verbreitung von Kinderpornografie. Hier stieg die Zahl der Fälle um 117,4 Prozent auf 889.
Nach Bouffiers Worten kletterte die Zahl der Straftaten, die mit Hilfe des Internets begangen werden, im vergangenen Jahr landesweit um 3,7 Prozent auf 16.585 Fälle: «Das Internet entwickelt sich immer mehr zu einem Tatwerkzeug für Kriminelle.» Die Täter reagierten immer schneller auf Sicherheitslücken. Zunehmend seien kriminelle Netzwerke und Organisationen im Internet aktiv.

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