Mainz - Der Computersicherheits-Spezialist Sophos hat eine Top-Ten der Viren zusammengestellt, die im vergangenen Monat Anwendern und Unternehmen rund um den Globus am meisten Probleme bereitet haben. Und die monatliche Rangliste, die auf Ergebnissen der weltweiten Beobachtungsstationen von Sophos basiert, weist im Dezember einen neuen Spitzenreiter auf. Demnach hat der neue Wurm Zafi-D, der Mitte Dezember das erste Mal aufgetreten war, den schlimmsten Wurm des Jahres 2004, Netsky-P, vom Thron gestoßen.
"Zafi-D hat sprichwörtlich im Handumdrehen die Ur-Schädlinge Netsky-P und Zafi-B von den Spitzenplätzen verdrängt. Seit Mitte Dezember und besonders während der Festtage hat der Wurm viel Ärger gemacht. Dies spiegelt sich hauptsächlich darin wider, dass er mehr als ein Drittel aller Virenreports an Sophos im letzten Monat ausgemacht hat", erklärt Christoph Hardy, Security Consultant bei Sophos. "Der Trick dahinter war, dass Zafi-D als ein Weihnachtsgruß unterwegs war, dessen E-Mail-Text zwei Smilies enthielt. Diese Grafik hat viele Anwender verleitet zu glauben, dass sich in dem Attachment ein netter Scherz versteckt. Stattdessen hat der Doppelklick den schädlichen Code ausgelöst und vielen eine böse Weihnachtsüberraschung beschert."
So habe der Virus bereits 24 Stunden nach seinem ersten Erscheinen 72 Prozent der Viren-Reports ausgemacht. Damit war durchschnittlich jede zehnte E-Mail von dem Wurm befallen. "Eine so hohe Infektionsrate innerhalb so kurzer Zeit macht deutlich, dass viele Anwender in der Weihnachtszeit ihr Antiviren-Programm eher stiefmütterlich behandelt haben", meint Hardy. Insgesamt konnte Sophos im vergangenen Monat 964 neue Viren identifizieren. Jede 18. im Dezember versendete E-Mail war mit Viren verseucht. Dies entspricht der gleichen Rate wie im Vormonat.
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