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Osten wächst 2005 stärker als der Westen
10. Januar 2005 - 12:50 Uhr

Berlin - Das Wachstum in Ostdeutschland könnte in diesem Jahr stärker ausfallen als im Westen. "Wir haben gute Chancen, beim Wachstum zum Westen aufzuschließen oder sogar leicht darüber zu liegen - zum ersten Mal seit fünf Jahren", sagte Ulrich Blum, Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), dem "Tagesspiegel" (Montagausgabe).

"Mit etwas Glück schaffen wir ein Wachstum von 1,3 Prozent." Vorteile hätten die neuen Länder vor allem mit ihrer Industrie. "Das ist eine Erfolgsstory mit zeitweise zweistelligen Wachstumsraten. Die Betriebe sind modern und flexibel, und die Gewerkschaften kooperieren oder haben wenig zu sagen." Rechnete man die Krise in der Baubranche aus der Statistik heraus, "hätten wir seit Jahren mehr Wachstum als der Westen".

Für einen schnelleren Aufschwung Ost forderte Blum bessere Investitionsbedingungen. Es dauere zu lange, bis eine Investition genehmigt wird, nicht nur im Osten. "Überall müsste es weniger bürokratisch zugehen - weniger, dafür kompetentere Anlaufstellen sind nötig." Das zeige der Streit um die Airbus-Startbahn in Hamburg. Blum: "Es kann nicht sein, dass ein einziger Obstbauer, der womöglich auch noch EU-Subventionen kassiert hat, die Sicherung tausender Arbeitsplätze verhindert."

Der Staat müsse Prioritäten setzen, wenn er die Investitionsschwäche überwinden wolle - "da müssen andere Belange erst mal hintan stehen, ohne den Rechtsstaat zu gefährden." Er habe immer noch nicht den Eindruck, dass sich Länder und Kommunen um jede erdenkliche Investition bemühten.



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Freitag, 05. Dez. 2008







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