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Knappe IT-Budgets gefährden virtuelle Rathäuser
09. September 2004 - 10:31 Uhr |
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Hamburg - Die IT-Manager in den deutschen Amtsstuben müssen die Gürtel enger schnallen. Der Grund: In den IT-Abteilungen der Behörden herrscht Geldnot. Für 2005 rechnen Experten mit einem Rückgang der IT-Ausgaben, so die Studie "IT-Budget" der Fachzeitschrift "Informationweek". Aus diesem Grund stehen kostenintensive E-Government-Projekte, wie beispielsweise die Internetportale der Kommunen - die so genannten virtuellen Rathäuser -, auf der Kippe.
68 Prozent der befragten Unternehmen und Behörden gaben an, dass Geldmangel der Grund für geringere IT-Investitionen sei. So macht sich beispielsweise bei vielen virtuellen Rathäusern von Ländern und Gemeinden chronischer Geldmangel breit. Die deutschen Stadtväter suchen daher zunehmend nach neuen Geldquellen. Ein Ausweg: Hierzulande werden Behörden-Websites noch mit Steuergeldern finanziert. Anders in den USA: Die dortigen Behörden beauftragen private Unternehmen, die für jede Online-Transaktion Geld kassieren beziehungsweise Servicegebühren erhalten.
Die profitablen US-E-Government-Portale finanzieren sich durch Transaktionsgebühren und Kooperationen mit der Wirtschaft. Damit wird in den USA die Gewinnschwelle teilweise bereits im ersten Jahr überschritten. Um mit offiziellen Internetseiten Geld zu verdienen, stellen die privaten Anbieter häufig nachgefragte staatliche Dienstleistungen gegen eine erhöhte Gebühr online zur Verfügung. Neben Datenbankabfragen wie Auskünften aus Melde- oder Gewerberegistern eignen sich hierfür beispielsweise einfache Genehmigungsverfahren oder Geodaten.
Deutschland hingegen setzt beim Thema E-Government bisher auf das so genannte Public Funding. Das heißt, ausschließlich die öffentliche Hand trägt die Kosten für die Internetauftritte ihrer Behörden. Doch angesichts knapper Kassen, steigender Betriebskosten und geringer Abrufzahlen - jeder Bundesbürger ist im Jahresschnitt nur rund zweimal auf einem Amt - laufen viele Projekte ins Leere.
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