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09. August 2008

Genauere Kennzeichnung von Fisch soll Bestände schützen



Hamburg - Für Verbraucher soll es einfacher werden, beim Kauf von Fisch dessen genaue Herkunft festzustellen. Bis 2010 wollen Industrie und Großhandel detailliertere Angaben zu den Fanggebieten der meistverkauften Seefischarten in Deutschland machen. 75 Prozent der in der Bundesrepublik erhältlichen Fischerzeugnisse sollen künftig entsprechend gekennzeichnet werden, wie der Bundesverband der deutschen Fischindustrie und des Fischgroßhandels am Freitag mitteilte. Zeitgleich veröffentlichte er eine Liste mit den neuen Benennungen.

Anstelle der bisherigen Bezeichnungen wie Nordost-Atlantik, Nordwest-Atlantik oder Pazifik sollen die Waren in Zukunft konkrete Herkunftsangaben tragen wie Island, Norwegen oder Nordsee.

Der Verband folgt damit nach eigenen Angaben dem Wunsch des Marktes und den Forderungen von Nichtregierungsorganisationen nach mehr Transparenz. «Ab heute stehen der Fischwirtschaft und dem Lebensmitteleinzelhandel konkrete Herkunftsangaben zur Verfügung, um eine bestandserhaltende Fischerei zu fördern», erklärte Verbandschef Peter Dill. Auch Kunden könnten mit den präziseren Informationen nachhaltige Fischerei unterstützen, indem sie gezielt Waren aus Gebieten mit ungefährdeten Beständen kauften.




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