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09. März 2009
Rund 1.000 Ärzte legen Arbeit in Reha-Kliniken nieder
Münster - Aus Protest gegen schlechte Arbeitsbedingungen und geringe Einkommen haben rund 1.000 Ärzte der Deutschen Rentenversicherung am Montag ihre Arbeit in Reha-Kliniken niedergelegt. Rund 300 streikende Mediziner beteiligten sich allein an einer Zentralkundgebung in Münster, wie die Gewerkschaft Marburger Bund mitteilte.
Die rund 2.000 Ärzte der Rentenversicherer befinden sich seit dem 26. Februar in einem unbefristeten Arbeitskampf, um einen eigenen arztspezifischen Tarifvertrag durchzusetzen. Der Marburger Bund beklagt in den Reha-Zentren und der Verwaltung schlechte Arbeitsbedingungen, erheblichen Personalmangel, zunehmende Arbeitsbelastung und unattraktive Verdienstmöglichkeiten. Zudem sei die uneinheitliche Tarifsituation der Ärzte nicht mehr hinnehmbar, erklärte die Gewerkschaft. Ärzte der Rentenversicherer verdienten bis zu einem Drittel weniger als ihre Klinik-Kollegen, die einen Tarifvertrag des Marburger Bundes anwendeten.
Der von der Gewerkschaft vorgesehene Tarifvertrag sieht nach eigenen Angaben bessere Arbeitsbedingungen unter anderem durch einheitliche Tarifstandards, höhere Einkommen und geregelte Arbeitszeiten vor. Faire und konstruktive Verhandlungen darüber schlage die Deutsche Rentenversicherung jedoch seit über einem Jahr aus, erklärte der Marburger Bund.

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