Düsseldorf - Schon seit Anfang der 90er Jahre rüsten Speditionen ihre Fahrer und Fahrzeuge mit Mobiltelefonen und mobilen Kommunikationslösungen aus. Mittlerweile nutzen nahezu 100 Prozent der deutschen Speditionen Mobilfunk. Dies geht aus einer aktuellen Studie der Bergischen Universität Wuppertal hervor, die der Mobilfunker E-Plus in Auftrag gegeben hat. Eine gesteigerte Effizienz und eine bessere Auslastung sind die Gründe für den hohen Einsatz von Mobilfunk in der Transportlogistik. Laut Studie konnten Speditionen bisher mehr als drei Prozent der gefahrenen Kilometer einsparen. Dies bezieht sich in erster Linie auf Sammel- und Verteilfahrten im Stückgutbereich. Dank der mobilen Kommunikationslösungen sind Disponenten stets über kurzfristige Routenänderungen, Routenwahl und Standorte während der Fahrt informiert. Dies hat große Einsparungen zur Folge, da zeitnah und schnell reagiert werden kann. Gleichzeitig hilft die mobile Datenübertragung die Servicequalität zu erhöhen und Fehlerquoten zu senken: Beispielsweise lassen sich Lieferscheine und Auftragsdaten mobil übertragen. Darüber hinaus sind Telematiksysteme, die mit Mobilfunk-Modulen arbeiten, in der Lage, Fahrzeuge ständig zu überwachen und bei Verschleiß oder Ausfall von Komponenten Reparaturintervalle zeitnah zu planen. Teure Ausfallzeiten sind dadurch vermeidbar. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Sicherheitsaspekt. Durch mobile Datenkommunikation werden Fahrer in ihren Ruhezeiten nicht mehr gestört oder während der Fahrt abgelenkt. Die erhöhte Wirtschaftlichkeit der Speditionsunternehmen wirkt sich auch positiv auf die Umwelt aus: Die Wuppertaler Wissenschaftler schätzen, dass sich der CO2-Ausstoß durch den Einsatz von Mobilfunk in der Transportlogistik bis zum Jahre 2020 um drei Millionen Tonnen reduzieren wird. So konnte bereits im Jahre 2005 soviel CO2 eingespart werden, wie 50.000 Haushalte in einem Jahr im Durchschnitt erzeugt haben.
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