
08. Oktober 2008
Fast 50 Verletzte bei gewaltsamen Zusammenstößen in Bangkok
Bangkok - Die seit sechs Wochen andauernde politische Krise in Thailand hat sich weiter verschärft. Bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Polizisten und Demonstranten wurden am Dienstag nach Angaben von Ärzten 46 Menschen verletzt, zwei von ihnen schwer. Die Polizei ging mit Tränengas gegen mehrere tausend Demonstranten vor, die den Zugang zum Parlamentsgebäude in Bangkok blockieren wollten. Es waren auch Schüsse zu hören; die Polizei erklärte aber, sie habe nur Tränengas eingesetzt.
Die oppositionelle Volksallianz für Demokratie (PAD) hält seit Ende August den Regierungssitz in Bangkok besetzt und fordert den Rücktritt aller Verbündeter des ehemaligen Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra. Dem amtierenden Regierungschef Somchai Wongsawat - ein Schwager Thaksins - wirft die Gruppe vor, lediglich eine Marionette des gestürzten Ministerpräsidenten zu sein.

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