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08. Oktober 2008
Staatsgarantie für Sparer


Berlin - Die von Bundeskanzlerin Angela Merkel abgegebene Garantie bezieht sich auf «Ersparnisse auf einem Sparbuch und auf einem Girokonto», wie CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla betonte. Wenn man zu den 563 Milliarden Euro Spareinlagen der Bundesbürger die Beträge der privaten Giro- und Termineinlagen hinzurechnet, ergibt sich eine zu garantierende Summe von mehr als 1.000 Milliarden Euro.

Zum Vergleich sieht der Bundeshaushalt 2008 Ausgaben in Höhe von 288,4 Milliarden Euro vor. Der Garantie erstreckt sich damit auf eine Summe, die bis mindestens dreieinhalbmal höher ist.

Die Garantiesumme umfasst damit auch bis 50 Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts, das vom Statistischen Bundesamt für 2007 mit 2.423 Milliarden Euro ausgewiesen wurde.

Die Erklärung hat nach Regierungsangaben die Aufgabe, das Vertrauen der Sparer zu bewahren und Unruhe vorzubeugen. Massenhaftes Abziehen von Bankeinlagen, wie bereits im Ausland beobachtet, solle verhindert werden.

Im schlimmsten Fall allerdings muss der Staat nach Angaben von Torsten Albig, dem Sprecher des Bundesfinanzministeriums, mit dem Haushalt und mit Krediten geradestehen. Ziel ist nach den Worten von Regierungssprecher Ulrich Wilhelm, dass keinem Sparer auch nur ein Euro verloren geht.

Nach den Worten des Finanzwissenschaftlers Hans-Peter Burghof von der Universität Hohenheim handelt es sich um vermutlich «die größte Garantie in der Weltgeschichte». Würde wirklich ein Teil dieser Garantie gezogen, käme der Staat tatsächlich in Schwierigkeiten. Seine Bonität würde wie die der USA leiden.








 
 



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