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08. September 2008
«Ike» verwüstet Kuba


Nassau - Die Sturmböen und mächtigen Wellen von Hurrikan «Ike» haben am Montag auf Kuba etliche Häuser zerschmettert und Bäume entwurzelt. Mehr als 770.000 Menschen wurden von den Behörden aus den Küstengebieten in Schutzräume auf höher gelegenen Regionen in Sicherheit gebracht. «Wir bereiten uns auf einen starken Schlag vor», sagte der kubanische Vizepräsident Carlos Lage. Zuvor hatte «Ike» die Bahamas verwüstet und die Überschwemmungen in Haiti verschärft, wo bislang insgesamt mindestens 319 Menschen in Unwettern ums Leben kamen.

«Ike» traf am Sonntagabend mit Windgeschwindigkeiten von knapp 200 Stundenkilometern auf die kubanische Küste. Das Auge des Sturms könnte am Montagabend die Hauptstadt Havanna treffen. Die Zwei-Millionen-Metropole gilt wegen ihrer vielen alten Gebäude als besonders anfällig. Der frühere Präsident Fidel Castro wandte sich mit einer schriftlichen Erklärung an das Volk, in der er die Menschen aufforderte, die Sicherheitsanweisungen zu befolgen, damit niemand ums Leben komme. Von den Evakuierungen waren auch Touristen betroffen.

«Ike» hat zuletzt zwar etwas an Stärke nachgelassen und wurde deswegen von der zweithöchsten Hurrikan-Kategorie vier eine Kategorie heruntergestuft auf drei. Auf Haiti vergrößerte er das Elend der Menschen aber weiter, mindestens 58 Personen kamen das Leben. Am schlimmsten betroffen war nach Aussage der Behörden die Region Cabaret nördlich von Port-au-Prince. «Ike» ist bereits der vierte Wirbelsturm, der die Insel in den vergangenen Wochen heimgesucht hat. Insgesamt stieg die Zahl der Todesopfer dort auf mindestens 319.

Auch die USA bereiteten sich schon auf «Ike» vor, der wieder in Louisiana in der Nähe von New Orleans auf Land treffen könnte. In Florida verließen die ersten Menschen aus Furcht vor «Ike» ihre Häuser. Bereits am späten Montagabend könnten die ersten Ausläufer die Florida Keys erreichen.








 
 



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