Zahlen per Kreditkarte verführt zu großzügigerem Umgang mit Geld. Wenn Menschen mit Karte oder Gutscheinen einkaufen, achten sie weniger auf die Kosten, als wenn sie mit Bargeld bezahlen müssen. Dies zeigt eine Studie der Universität New York.
Darin wurde den Teilnehmern zunächst ein Restaurant-Menü anschaulich beschrieben. Anschließend sollten sie angeben, wie viel sie dafür bezahlen würden. Jene Testpersonen, die die Rechnung in ihrer Vorstellung mit Kreditkarte begleichen sollten, erwiesen sich als großzügig. Wer sich dagegen vorstellte, den Betrag aus seinem Portemonnaie nehmen zu müssen, war eher knauserig.
Die Forscher erklären dies im «Journal of Experimental Psychology: Applied» damit, dass das Ausgeben von «echtem» Geld unangenehm sei. Das Zahlen per Kreditkarte werde dagegen eher als eine Art Spielgeld verstanden. «Je transparenter der Zahlungsvorgang, desto größer wird die Abneigung gegen das Ausgeben», schreiben die Wirtschaftswissenschaftler.
In einem zweiten Versuch sollten sich die Probanden beim Zusammenstellen eines Menüs die Ausgaben für die jeweiligen Zutaten vor Augen führen. Beschäftigten sich dadurch alle Teilnehmer bewusst mit den Kosten, so schwand die Kluft zwischen Kreditkarte und Bargeld. Die Forscher betonen, dass sich das Kaufverhalten von Menschen leicht beeinflussen lasse. Darauf sollten Verbraucher hingewiesen werden.
