Hurrikan «Ike» hat auf Haiti eine Spur der Verwüstung hinterlassen und nimmt nun Kurs auf Kuba. Dort leiteten die Behörden die Evakuierung von rund 240.000 Menschen ein. Am Sonntagnachmittag (Ortszeit) wurde der Sturm auf die Hurrikan-Kategorie 3 herabgestuft mit Windgeschwindigkeiten bis 195 Stundenkilometern.
In Haiti kostete «Ike» mindestens 48 Menschen das Leben. Ike ist bereits der vierte Wirbelsturm, der die Insel in den vergangenen Wochen heimgesucht hat. Insgesamt stieg die Zahl der Todesopfer dort auf mehr als 300.
In Florida verließen die ersten Menschen aus Furcht vor «Ike» ihre Häuser. Aus dem Osten kommend sollte «Ike» über Kuba hinwegziehen, bevor er am späten Montagabend die Florida Keys erreichen könnte. «Es ist ein sehr gefährlicher Sturm», sagte der Meteorologe Colin McAdie vom Hurrikan-Zentrum in Miami. Es sei davon auszugehen, dass «Ike» auch in den kommenden Tagen ein starker Hurrikan bleiben werde. Er könnte sich dann im Verlauf der Woche auf den Golf von Mexiko zubewegen und damit auf die Südküste der USA.
