
08. September 2008
Konkurrenz für Korkverschluss
Berlin - Der traditionelle Korkverschluss bekommt zunehmend Konkurrenz: Immer mehr Winzer nutzen nach einem Bericht der Zeitschrift «Test» Verschlüsse aus Kunststoff. Diese kosteten pro Stück vier bis zwölf Cent, während für den Naturkorken 13 bis 50 Cent bezahlt werden müssten. Der Trend gehe zum Schraubverschluss, den auch deutsche Premiumweingüter zunehmend einsetzten.
Ein Grund sei der unerwünschte Korkgeschmack, von dem fünf bis zehn Prozent der Korken betroffen seien. Verantwortlich dafür seien Mikroorganismen, die bei der Sterilisation der Korken aktiv würden und dem Wein seine Brillanz nähmen. Zudem müsse Naturkork wachsen und könne nicht in belieben Mengen produziert werden, hieß es. Versuche hätten auch gezeigt, dass die Durchlässigkeit des Verschlusses nicht so wichtig für den Reifeprozess sei. In der Flasche verbleibe dafür ausreichend Sauerstoff.

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