Ausläufer des Hurrikans «Ike» haben am Sonntag noch mehr Regen nach Haiti gebracht. Zehn Menschen sind bei Überschwemmungen ertrunken. Die Wassermassen rissen am Sonntag fünf Erwachsene und fünf Kinder in den Tod, wie die Behörden mitteilten. Damit steigt die Zahl der Opfer der Wirbelstürme der vergangenen Wochen in dem Karibikstaat auf 262.
Hurrikan «Ike» der zweithöchsten Kategorie 4 verschonte Haiti, seine Ausläufer brachten jedoch heftige Regenfälle, wodurch sich die Lage in weiten Landesteilen weiter zuspitzte. Zehntausende sind seit Hurrikan «Hanna» obdachlos. Die letzte Brücke, über die Helfer die Großstadt Gonaives erreichen konnten, wurde am Sonntag nach den anhaltenden Regenfällen überflutet.
Die Hälfte der Häuser stünden unter Wasser, sagte Landwirtschaftsminister Joannas Gay. Die Bewohner des Artibonite-Tals forderte Gay zur sofortigen Evakuierung auf. Ein großer Staudamm dort läuft immer mehr voll und wird am Sonntag geöffnet werden müssen, wie Gay erklärte. Die Auswirkungen für die Ernte in dem bereits bitterarmen Land werden nach Schätzungen von Hilfsorganisationen verheerend sein.
