"Bahn-fuer-alle" lärmt gegen die Privatisierung
veröffentlicht am 08.09.2007

Auf mehr als 50 Bahnhöfen haben am Samstag mittag lärmende Protestaktionen gegen die Privatisierung der Bahn stattgefunden. Das Bündnis «Bahn-fuer-alle» teilte mit, insgesamt hätten sich mehr als 2.000 Menschen an den sogenannten Flash Mobs beteiligt, die fünf Minuten vor 12.00 Uhr begannen und nur wenige Minuten dauerten. Mit Trillerpfeifen, Kochtöpfen und Topfdeckeln machten sich die Protestler bemerkbar.
Berlin - Auf mehr als 50 Bahnhöfen haben am Samstag mittag lärmende Protestaktionen gegen die Privatisierung der Bahn stattgefunden. Das Bündnis «Bahn-fuer-alle» teilte mit, insgesamt hätten sich mehr als 2.000 Menschen an den sogenannten Flash Mobs beteiligt, die fünf Minuten vor 12.00 Uhr begannen und nur wenige Minuten dauerten. Mit Trillerpfeifen, Kochtöpfen und Topfdeckeln machten sich die Protestler bemerkbar.
In Berlin war ein Dudelsackspieler ein Lieblingsobjekt der vorab benachrichtigten Fotografen. Laut dem Bündnis beteiligten sich in großen Städten wie Berlin, Frankfurt am Main, München und Leipzig jeweils bis zu 250 Menschen an den Protesten, zu denen schon Tage vorher im Internet aufgerufen worden war. Viele hielten Zettel mit der Formel «183=13» hoch, die sie zum Schluss zerrissen und als Schnipfel auf den Boden warfen.
Zu dem Bündnis «Bahn-fuer-alle» gehören Umweltgruppen, die globalisierungskritische Attac und die Gewerkschaft ver.di. Mit «183=13» will das Bündnis ihre Überzeugung deutlich machen, dass die Bahn weit unter ihrem Wert verkauft werden soll. «Das ist die Formel für die Verschleuderung von öffentlichem Eigentum», erklärte Attac-Sprecher Bernhard Knierim. Die Bahn habe laut amtlicher Statistik ein Vermögen von 183 Milliarden Euro. Davon solle die Hälfte für 6,5 Milliarden Euro (der Hälfte von 13) verkauft werden.






