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08. Juni 2008
Opposition bereitet Kundgebungen in Harare vor


Harare - Die Opposition in Simbabwe will sich trotz massiver Einschüchterungsversuche der Regierung nicht vom Wahlkampf abhalten lassen. In der Hauptstadt Harare waren am Sonntag mehrere Kundgebungen geplant. Die Polizei könne diese nicht verhindern, sagte ein Sprecher der Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC). Er verwies auf ein Gerichtsurteil vom Samstag, mit dem das erlassene Versammlungsverbot für nichtig erklärt wurde. Oppositionsführer Morgan Tsvangirai sollte jedoch nicht in Harare auftreten.

Tsvangirai tritt in knapp drei Wochen in einer Stichwahl um das Präsidentenamt gegen Amtsinhaber Robert Mugabe an. Der Wahlkampf ist geprägt von Festnahmen Oppositioneller und zahlreichen Kundgebungsverboten sowie Einschüchterungsversuchen durch die Polizei. «Wir müssen einen Weg finden, unsere Wähler unter diesen Bedingungen zu erreichen», sagte MDC-Sprecher Nqobizitha Mlilo.

Die Polizei nahm am Samstag einen weiteren Oppositionspolitiker fest, den MDC-Abgeordneten Eric Matinenga. Ihm werde vorgeworfen, Gewalt geschürt zu haben, sagte seine Anwältin Beatrice Mtetwa. Matinenga war im Lauf der Woche bereits festgenommen worden, kam wegen fehlender Beweise aber wieder frei. Sicherheitskräfte haben der MDC zufolge in den vergangenen zwei Monaten mindestens 60 ihrer Anhänger getötet.

Mugabe regiert das Land seit 1980. In den vergangenen Jahren wurde sein Regierungsstil zunehmend autoritär.

Nach Einschätzung der Vereinten Nationen (UN) sind in Simbabwe mindestens zwei Millionen Menschen von Hungertod, Obdachlosigkeit und Krankheiten bedroht. Das Verbot internationaler Hilfseinsätze vor der Stichwahl am 27. Juni sei «eine beklagenswerte Entscheidung», sagte der UN-Koordinator für humanitäre Einsätze, John Holmes, am Freitag in New York. Darunter zu leiden hätten die Ärmsten und Verletzlichsten, «vor allem Kinder». Mugabes Regierung warf den Hilfsorganisationen vor, verdeckt für die Opposition zu werben.






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