Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki wird beim Deutschen Fernsehpreis 2008 mit dem Ehrenpreis der Stifter ausgezeichnet. Fernsehen und Literatur hätten dem 88-Jährigen viel zu verdanken, sagte ZDF-Intendant Markus Schächter. Mehr als ein Jahrzehnt sei «Das Literarische Quartett» ein Pflichttermin für Literaturbegeisterte gewesen: «Reich-Ranicki gelang, was nur selten gelingt, die Literatur mit dem Publikum zu vereinen.» Der Literaturkritiker hatte die ZDF-Sendung von 1988 bis 2001 geleitet.
Der Ehrenpreis der Stifter - das sind ARD, ZDF, RTL und Sat.1 - wird jedes Jahr an Persönlichkeiten verliehen, die die deutsche Fernsehlandschaft nachhaltig geprägt haben. Frühere Preisträger sind der Journalist und Autor Peter Scholl-Latour, der frühere WDR-Intendant Friedrich Nowottny und Schauspieler Götz George.
Über die Preisträger in 22 Kategorien entscheidet die unabhängige Jury erst am Tag der Preisverleihung, also am nächsten Samstag. Der Deutsche Fernsehpreis feiert Jubiläum. Er wird zum zehnten Mal verliehen. Die von Thomas Gottschalk moderierte Gala findet im Kölner Coloneum statt, das ZDF zeigt die Aufzeichnung am Sonntag.
