Der neue Regierungschef von Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering (SPD), hat einen Vorstoß zur Beseitigung der Rentenungleichheit zwischen Ost- und Westdeutschland angekündigt. Sellering sagte am Dienstag in Schwerin, es werde dazu schon bald eine Bundesratsinitiative Ost geben. Bei vergleichbarer Arbeitsleistung sind bisher die Renten in Ostdeutschland wegen einer anderen Berechnungsmethode niedriger als im Westen.
Der Ministerpräsident kündigte außerdem Widerstand gegen Finanzregelungen der Föderalismusreform II an, wonach das streng haushaltende Mecklenburg-Vorpommern mit seinem ausgeglichenen Etat zum Geberland für weniger sparsame Länder werden soll. «An diesen Themen sind und bleiben wir dran», versicherte Sellering.
Nach dem mit finanzieller Unterstützung aus dem Westen gestalteten Aufholprozess in Mecklenburg-Vorpommern gelte es jetzt, die eigenen Stärken noch besser zum Tragen zu bringen. Nur so lasse sich der Standard der alten Bundesländer in absehbarer Zeit erreichen.
Der bisherige Sozialminister Sellering war am Montag zum Ministerpräsidenten gewählt worden. Sein Vorgänger Harald Ringstorff war aus Altergründen abgetreten.
